permalink

0

Social Media Guidelines: Sensibilisierung statt Kontrolle

Social Media Richtlinien sollten „einfach und lebendig“ sein. So formuliert von Marcel Bernet in seinem Buch Social Media in der Medienarbeit. Die Grundlagen sollten in einfachen Richtlinien festgehalten werden. Wichtiger als „schriftliche Regeln ist der lebendige Umgang mit ihnen und mit Social Media“. Dies ist, meiner Meinung nach, der richtige Ansatz.

Das Ziel ist nach Bernet „nicht Kontrolle, sondern das Schaffen eines Bewusstseins“. Richtig: Denn Social Media fordert von den Mitarbeitern Kreativität und Aktivität, ein Verhaltenskorsett ist der Entwicklung wenig dienlich. Bernet: „Erklären Sie Ihrem Team, was ein Engagement bringen soll, welche Philosophie und Strategie Ihr Dialog verfolgt, was die Mitarbeitenden dazu beitragen können.“

Es geht also um Vertrauen. Und um Gespräche zwischen Menschen. Um Sensibilisierung. Den Mitarbeitern muss vermittelt werden, dass sie eine spannende, zeitintensive und verantwortungsvolle Arbeit im Social Web leisten. Sie können, so Annabelle Atchison, die „besten Botschafter für die eigenen Produkte“ sein. Social Media Guidelines sind dann sinnvoll, wenn sie Bestandteil eines grundlegenden Konzeptes für die Social Media Relations sind und zeitgleich entwickelt werden: Warum rede ich? Wo rede ich? Mit wem rede ich? Wie rede ich? Worüber rede ich?

Die Richtlinien müssen – wie das Konzept, die Strategie – adäquat zur Unternehmenskultur sowie zu den Unternehmenszielen sein. Doch das deutsche Wort „Richtlinie“ gefällt nicht wirklich, enthält es doch, im Gegensatz zum englischen „Guidelines“, nicht das positive Element: „Führen“. Relevante und effiziente Guidelines ermutigen den Akteur im Web zu Handlungen, geben ihm Sicherheit und definieren Handlungsspielräume, so dass auch im privaten Bereich ein professioneller Auftritt gewährleistet ist: „Denn auch privat ist jeder Mitarbeiter ein wertvoller Botschafter des Unternehmens und seiner Produkte. In der Außenkommunikation wird er, selbst wenn er sich privat äußert, auch häufig in seiner Rolle als Mitarbeiter des Unternehmens wahrgenommen.“ (BITKOM)

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.